Tyron Zeuge 2017-07-12T11:24:51+00:00

TYRON ZEUGE

Profil

Geburtsdatum: 12. Mai 1992
Gewichtsklasse: Super-Mittelgewicht
Nationalität: Deutschland
Größe: 1,81m
Auslage: Normausleger
Wohnort: Berlin
Geburtsort: Berlin
Prodidebüt: 31. März 2012
Trainer: Jürgen Brähmer / Michael Timm

Profirekord

21 Kämpfe:
20 (KO 11) Siege,
1 unentschieden,
0 Niederlagen

Kampfrekord

Tyron Zeuge Boxrec
Tyron Zeuge
Tyron Zeuge
Tyron Zeuge
Tyron Zeuge

Portrait

Schon im frühen Kindesalter war für Tyron Zeuge klar, was er später einmal machen wollte: „Es war irgendwie immer mein Traum, als Boxer im Rampenlicht zu stehen.“ Den ersten Schritt, um dies in die Tat umzusetzen, machte er im jungen Alter von fünf Jahren. Zwei Jahre zuvor hatte er sich an Karate probiert. Doch der Wechsel zum Boxen kam dann recht zügig.

Als Amateur brachte es der Berliner auf insgesamt 140 Kämpfe, die er überwiegend gewann. Seine Stationen: Neuköllner Sportfreunde, der Boxring Eintracht Berlin und der SV Stahl Schöneweide.

Der „erste“ große Durchbruch gelang Tyron Zeuge dann im Jahr 2009. Denn da eroberte der Hauptstädter bei der Junioren-Europameisterschaft in Polen den Sieg. Im Finale setzte er sich dabei gegen den Ungarn Zsolt Harcsa durch. Im Jahr danach holte er sich dann den Brandenburg-Cup und gewann die Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht bei den Senioren.

Und auch bei den Profis hat sich der Berliner eine Menge vorgenommen. Doch bis zu den größeren Kämpfen kam  war es natürlich ein weiter Weg. „Bei den Profis muss man sich den Kampf einteilen und kann ein bisschen mehr taktieren. Daran muss man arbeiten. In den ersten Kämpfen geht es darum, die Rundanzahl zu steigern. Aber letztendlich habe ich das Ziel, das jeder Profi hat: Ich will ganz nach oben kommen.“

Die nötige Reife verlieh ihm zunächst Trainer Karsten Röwer, der auch schon Sebastian Sylvester und Jürgen Brähmer zum WM-Titel führte. „Tyron bringt eine gute Box-Grundschule mit. Er ist ein Bewegungstalent und dazu mit einem guten Antizipationsvermögen ausgestattet. Dazu ist er schnell. Er hat eigentlich alles, um als Profi erfolgreich zu werden“, so Röwer.

Nach der WBO-Junioren-WM Anfang 2014 holte sich Zeuge die IBF-International Meisterschaft im August des gleichen Jahres. Diesen Titel verteidigte er bisher zwei Mal erfolgreich. Nach fast einem Jahr Inaktivität wegen zahlreicher Verletzungsprobleme, stieg der Berliner im April 2016 wieder in den Ring. Seitdem steht auch nicht mehr Karsten Röwer, sondern Jürgen Brähmer in seiner Ecke. Nach einem klaren Punktsieg gegen den Argentinier Ruben Eduardo Acosta, bekam Zeuge nur wenige Monate später seine erste WM-Chance. Gegen Titelverteidiger Giovanni De Carolis reichte es jedoch zunächst nur zu seinem Unentschieden, nachdem sich der Deutsche Mitte des Kampfes eine Schulterverletzung zuzog.

Ein Rematch musste her! Anfang November 2016 krönte sich Zeuge schließlich durch eine beherzte und kämpferisch hochklassige Leistung schließlich zum WBA-Weltmeister im Super-Mittelgewicht. Nur wenige Sekunden vor dem Schlussgong schlug er De Carolis durch K.o.!

Besonders seine Dynamik und Explosivität ist Zeuges großer Trumpf: Von bisher 19 Gegnern haben nur zwei keinen Besuch mit dem Ringboden gemacht. Zeuges erste Titelverteidigung fand am 25. März in Potsdam statt. Gegner Isaac Ekpo aus Nigeria boxte mit allen Mitteln, durch einen Kopfstoß verpasste er Zeuge einen tiefen Cut. Der Kampf musste nach der 5. Runde abgebrochen werden. Bei den Punktrichtern lag der Berliner bis zum verletzungsbedingten Abbruch klar vorn. Am 17. Juni konnte Zeuge in Wetzlar vollends überzeugen. Gegner in der Rittal Arena (hier fand auch Arthur Abrahams „Blutschlacht von Wetzlar statt) war der 34-jährige Engländer Paul Smith. Tyron Zeuge gewann klar nach Punkten, lieferte den vielleicht besten Kampf seiner noch jungen Karriere.