Leon Bauer 2017-06-06T15:03:38+00:00

LEON BAUER

Profil

Geburtsdatum: 19. August 1998
Gewichtsklasse: Super-Mittelgewicht
Nationalität: Deutschland
Größe: 1,89m
Auslage: Normausleger
Wohnort: Hatzenbühl
Geburtsort: Kandel
Prodidebüt: 18. April 2015
Trainer: Bernd Bauer

Profirekord

11 Kämpfe:
11 (KO 8) Siege,
0 unentschieden,
0 Niederlage

Kampfrekord

Leon Bauer Boxrec
Leon Bauer
Leon Bauer
Leon Bauer
Leon Bauer

Portrait

Leon wurde bereits in frühester Kindheit durch seinen Vater Bernd an das Boxen herangeführt. Dieser erzog seinen Sohn von Anfang an zu Selbstständigkeit und Wehrhaftigkeit. So wurden Boxen und Selbstverteidigung allgemein, quasi seit er laufen kann zum Bestandteil von Leons Leben. Es zeigte sich jedoch schnell, dass Leons Interesse eindeutig beim Boxen und nicht bei den klassischen Kampfkünsten lag.

Leon zeichnet sich durch eine hohe Trainingsdisziplin aus und ist bereit, alles zu tun was dem Ausbau und der Optimierung seiner boxerischen Fähigkeiten zuträglich ist. Durch seinen Vater, der dem enormen Wissensdrang seines Sohnes am Boxen mit immer neuem Videomaterial nachkam, kam Leon auch früh mit seinem großen Idol, dem ehemaligen Boxweltmeister Roy Jones Jr., in Berührung. Dessen Leichtigkeit beim Boxen faszinierte ihn sofort.

Generell kann man sagen, dass Leon über die Praxis des Boxens hinaus auch ein großes Interesse sowohl an der Geschichte des Boxens wie auch an allen Themen, die mit dem Boxen zusammenhängen, hat. Durch seine exzellenten boxerischen Fähigkeiten kombiniert mit fundiertem Hintergrundwissen scheint Leon Bauer für den Boxsport prädestiniert zu sein.

Die ersten Erfahrungen im Ring machte Leon im Alter von zwölf Jahren. Schnell entwickelte sich Leon zum Angstgegner der Konkurrenten seiner Altersklasse. Bestens vorbereitet sicherte er sich im Sommer 2013 die Deutsche Meisterschaft ohne nennenswerte Gegentreffer einstecken zu müssen.

Leons großer Wunsch, Profiboxer zu werden, wurde Anfang 2015 wahr. Nachdem er bereits seit 2013 im Bulldog Gym von Jürgen Lutz in Karlsruhe bei den Profis mittrainiert hatte, gab er am 18. April 2015 sein Debut als jüngster registrierter Profiboxer in Europa. Leon Bauer entschied diesen Kampf innerhalb von gerade einmal 76 Sekunden, die er dazu nutzte um seinen ungarischen Gegner, den 23-jährigen Mate Kristof, dreimal auf den Boden zu schicken und so den Kampf in der ersten Runde durch K.O. zu gewinnen.

Zu diesem Zeitpunkt wurde auch Team Sauerland auf Leon Bauer aufmerksam. Seinen ersten Profiboxkampf im Rahmen einer Veranstaltung des Promoters aus Berlin bestritt Leon am 18. Juli 2015 im Gerry Weber Stadion in Halle/Westfalen im Vorprogramm von Weltmeister Arthur Abraham gegen den sehr erfahrenen Misa Nikolic. Auch hier war Leon deutlich überlegen: Nikolic wurde viermal angezählt, bevor der Kampf in der zweiten Runde durch K.o. beendet wurde.

Es folgten zwei weitere vorzeitige Erfolge in den kommenden Monaten, bevor der nunmehr 17-jährige Bauer in Hannover gegen Attila Kiss sich erstmals mit einem hochüberlegenen Punktsieg begnügen musste. Anfang 2016 ging es dann wieder schnell und Bauer schlug den bis dato ungeschlagenen Tschechen Ondrej Marvan durch K.o. in der ersten Runde.

Nur wenige Montae später erfüllte sich Bauer einen großen Traum. Im MGM Grand in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada, stieg er als jüngster Deutscher Boxer in den Ring und siegte einstimmig nach Punkten gegen den Russen Ilshat Khusnulgatin. Im Oktober folgte dann der nächste kurzrundige Erfolg in Neubrandenburg, bevor der nun 18-jährige Pfälzer nach fast einem Jahr endlich wieder nahe seiner Heimat boxen durfte. Im Duell mit Gheorghe Sabau sicherte sich Bauer durch eine spektakuläre Vorstellung (t.K.o. in Runde zwei) seinen ersten Titel als Profi – der IBF-Juniorenweltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht!

Leon, der laut Presse als „Megatalent“ oder „Wunderkind“ gilt, möchte sich seine Zukunft durch das Boxen gestalten. Dennoch treibt er aber seine Ausbildung abseits des Boxrings voran, besuchte eine weiterführende Schule in Wörth in der Pfalz und machte dort sein Fachabitur. Sportlich ging es erfolgreich weiter: Seine erste Titelverteidigung fand im „Heimspiel“ am 11. März in Ludwigshafen statt. Gegen Soso Abuladze konnte er nach Punkten gewinnen. Und auch sein nächster Kampf wird in Ludwighafen stattfinden. Anfang Juli verteidigt er seinen IBF-Titel in der Friedrich-Ebert-Halle.