Kubrat Pulev 2017-06-06T14:56:01+00:00

KUBRAT PULEV

Profil

Geburtsdatum: 04. Mai 1981
Gewichtsklasse: Schwergewicht
Nationalität: Bulgarien
Größe: 1,94m
Auslage: Normausleger
Wohnort: Sofia
Geburtsort: Sofia
Prodidebüt: 19. September 2009
Trainer: Ulli Wegner

Profirekord

26 Kämpfe:
25 (KO 13) Siege
0 unentschieden
1 Niederlage

Kampfrekord

Kubrat Pulev Boxrec
Kubrat Pulev
Kubrat Pulev
Kubrat Pulev
Kubrat Pulev

Portrait

Kubrat Pulev gehört zu den großen Hoffnungsträgern im Schwergewicht. Nachdem der Bulgare bereits bei den Amateuren zahlreiche Siege eingefahren hatte und im Jahr 2008 in Liverpool Europameister im Super-Schwergewicht geworden war, wechselte er im Jahr 2009 ins Lager der Berufsboxer. Dem damals 28-Jährigen lagen Angebote aus der ganzen Welt vor – unter anderem aus den USA – dennoch entschloss er sich, für das deutsche Sauerland-Team in den Ring zu steigen.

„Sauerland Event ist einer der größten Promoter weltweit. Für mich ist die Zusammenarbeit eine gute Möglichkeit, um zu zeigen, dass ich mich als Boxer weiter entwickeln kann. Für mich war aber auch wichtig, dass ich mich mit allen im Team ausgezeichnet verstehe“, sagte Pulev über seinen Entschluss. „Bei den Amateuren hatte ich mit meinen Medaillen und der Teilnahme an den Olympischen Spielen alles erlebt, was man sich außerhalb des Berufsboxens vorstellen kann. Deshalb entstand der Wunsch, zu den Profis zu gehen.“

Seine ersten Versuche als Boxer machte Pulev im Alter von 15 Jahren. „Mein Vater, der im Super-Schwergewicht boxte, hat mich inspiriert und mir den Weg quasi vorgegeben.“ Am 19. September 2009 folgte dann im Jahnsportforum in Neubrandenburg das Profidebüt. Dabei kam Kubrat Pulev gegen Florian Benke (Rumänien) zu einem technischen K.o.-Erfolg in der zweiten Runde. Seither folgte Sieg um Sieg. Dabei schreckte der Schwergewichtler auch vor vermeintlich größeren Namen nicht zurück und ging keinem Gegner aus dem Weg.

„Das ist schon ein wenig verwegen, was wir hier machen“, sagt Pulevs damaliger Trainer Otto Ramin. „Schon jetzt zieren Namen wie Brewster-Bezwinger Gbenga Oloukun, Ex-Europameister Matt Skelton oder US-Routinier Danny Batchelder die Siegesserie von Kubrat. Er musste schon recht früh zeigen, dass er das Zeug hat, gegen namhaften Kontrahenten zu bestehen. Auf der anderen Seite war er schon 28 Jahre, als er Profi wurde. Da hat man keine Zeit, langsam etwas aufzubauen. Unser Ziel ist es, mit Kubrat Pulev ganz schnell in die Weltspitze vorzustoßen.“

Die Rechnung ging bereits zum Teil auf: Am 5. Mai 2012 holte sich Pulev in einem hochklassigen Duell die vakante Europameisterschaft gegen den ehemaligen EBU-Titelträger Alexander Dimitrenko durch K.o. in Runde elf. Aber das stellte nur eine Zwischenstation für das bulgarische Schwergewicht dar. Am 29. September stieg der „Kobra“ genannte Boxer gegen den russischen Koloss Alexander Ustinov in den Ring. Dabei ging es neben dem EM-Titel um die Spitzenposition beim Weltverband IBF. Pulev besiegte auch ihn durch Knockout in der elften Runde.

Nach einer langen Wartezeit und einen überzeugenden Punktsieg über den frühereren WM-Herausforderer Tony Thompson, bekam Pulev im November 2014 als Pflichtherausforderer seine erste WM-Chance. Nach einer beherzten Leistung gegen Champion Wladimir Klitschko musste er sich allerdings vorzeitig geschlagen geben.

Danach folgte ein Wechsel zu Kult-Coach Ulli Wegner. Pulev: „Er ist wohl einer der renommiertesten Trainer weltweit. Mit seiner Hilfe werde ich mein Potenzial noch besser ausschöpfen können.“

Nach einer Eingewöhnungsphase mit Wegner, macht Pulev 2016 wieder auf sich Aufmerksam. Gegen Dereck Chisora wurde er im Mai zunächst erneut Europameister, bevor sich der bulgarische Volksheld in seiner Heimatstadt Sofia einen Kindheitstraum erfüllte. Erstmals stieg Pulev Anfang Dezember daheim als Profi vor 15.000 Landsleuten in der Armeec Arena in den Ring und besiegte Ex-Weltmeister Samuel Peter vorzeitig in Runde drei. Auch Kevin Johnson (USA) hatte an gleicher Stelle, ebenfalls vor 15.000 Zuschauern, am 28. April keine Chance.

Demnächst soll wieder der Angriff auf den WM-Titel folgen! Pulev hat gute Chancen, dass er noch 2017 um den Titel kämpfen darf. Als Nr. 1 der IBF ist er Pflichtherausforderer von Champion Anthony Joshua.