Heimspiel in Wetzlar: Emir Ahmatovic will in Abrahams Fußstapfen treten!

Für diesen 30-jährigenSportler wird die Boxgala am 17. Juni in Wetzlar (live in SAT.1) etwas ganz besonderes werden. Gegen den Polen Lukasz Zygmunt (34 Jahre) geht es für Emir Ahmatovic natürlich noch nicht um Titel, aber ein wenig Lampenfieber spürt er schon vor seinem Heimspiel.

Als Kriegsflüchtling fand Ahmatovic mit seinen Eltern in Wetzlar eine neue Heimat. Der gebürtige Serbe „hat Wetzlar viel zu verdanken. Insbesondere Oberbürgermeister Manfred Wagner, der sich immer für mich eingesetzt hat“, wie Ahmatovic sagt. Und ergänzt: „Alle werden da sein – Freunde, Familie und Fans – ich freue mich wahnsinnig, dass ich schon so früh in meiner Karriere die Chance bekomme, in Wetzlar boxen zu dürfen.“ Und dann auch noch in der ehrwürdigen Rittal Arena. Hier sah Ahmatovic vor elf Jahren einen Kampf, der sein Leben verändern sollte. Ahmatovic: „Ich werde den Kampf von Arthur gegen Miranda nie vergessen. Die Stimmung war unglaublich – und Arthurs Willenzum Sieg sowie Ulli Wegners Kampfansagen in der Ecke haben meine Karriere geprägt. Ich wusste nach dem Kampf, dass ich in Arthurs Fußstapfen treten – und auch Weltmeister werden möchte.“

Mittlerweile ist Arthur Abraham, der durch die „Blutschlacht von Wetzlar“ weltberühmt wurde, Emirs Trainingskollege und Ulli Wegnersein Trainer. Ein Traum? „Ja“, grinst der sympathische Boxer. Seine größte Freude ist jedoch, dass er schmerzfrei boxen kann! Nach einem erfolgreichen Jahr 2013 (u.a. Chemiepokalsieger) bei den Amateuren, zog sich Ahmatovic eine komplizierte Schulterverletzung zu. Fast zwei Jahre musste Emir pausieren, auch die olympischen Sommerspiele in Rio musste er ausfallen lassen. „Einige Ärzte sagten mir, dass ich mit dem Boxen aufhören müsste. Die haben mich schon als Sportinvaliden eingestuft“, sagt Ahmatovic.

Schließlich fand Ahmatovic die Ärzte, die seine Karriere retteten und seine Schulter auf Vordermann brachten. „Es war ein tolles Gefühl, wieder schmerzfrei boxen zu können“, sagt er. Seine ersten beiden Profikämpfe für Team Sauerland (gegen Kamil Kulczyk und Mateusz Gatek) liefen nach Plan – es gab klare Siege. Ahmatovic: „Ich weiß, dass ich noch ein paar Kämpfe brauche, doch ich möchte kein Fallobst boxen und so schnell wie möglich um Titel kämpfen.“ Wunschkandidatist u.a. Marco Huck. Ahmatovic: „Vorher würde mir auch ein Kampf gegen Alexander Peil gefallen…“

Doch zuerst steht das Heimspiel in Wetzlar auf dem Programm.

2017-06-03T13:14:01+00:00 3. Juni 2017|News|